Page 46 - Schulblatt Thurgau 03 2014
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42 RUND UM DIE SCHULE Schulblatt Thurgau 3 • Juni 2014
Runterfallen ẅre schlimmer wie Nichteinfallen .
GESUNDHEIT & PR̈VENTION
Was bezweckt «Schule in Bewegung»?
Corinne Schafroth: «Ziel dieser Weiterbildung f̈r Unterstufen- und
Mittelstufenlehrpersonen ist, vermehrt Bewegung sowie ausge-
wogene Zwischenmahlzeiten in den Schulalltag zu integrieren.
«Bewegungspausen
Die Lehrpersonen werden zudem bei der bewegungsfreundlichen
Gestaltung des Schulzimmers und des Schulhauses untersẗtzt.
helfen mir, konzen-
Grundlage f̈r die Weiterbildung ist das Projekt «Purzelbaum», das im
Kanton Thurgau auf Kita- sowie Kindergartenstufe umgesetzt wird.
triert zu arbeiten!»
Die Inhalte wurden entsprechend f̈r die Primarstufe angepasst.»
Motivation zur Teilnahme
C.S.: «Schon ẅhrend meiner Ausbildung zur Primarlehrerin bin
ich mit dem Thema «Bewegung in der Schule» in Ber̈hrung
Corinne Schafroth, Primarlehrerin aus Amriswil,
gekommen. Von Anfang an war ich fasziniert und ̈berzeugt von
nimmt seit einem Jahr an der Weiterbildung «Schule in der positiven Wirkung der Bewegung auf die Konzentration und
Bewegung» teil und berichtet von ihren Erfahrungen die Motivation der Kinder.»
mit dem Projekt.
Wenig und einfaches Bewegungsmaterial reicht aus
C.S.: «Viele sehen beim Stichwort «bewegter Unterricht» T̈rme
von Bewegungsmaterialien vor ihrem inneren Auge. Doch in der
Mich̀le Geissb̈hler, Projektkoordinatorin Kantonales
Aktionsprogramm «Thurgau bewegt», Perspektive Thurgau
Umsetzung sieht das anders aus. Oftmals braucht man f̈r Bewe-
gung nicht einmal Material, da man mit dem K̈rper arbeitet. Auch
mit einfachen Materialien kann bereits viel erreicht werden. Rolla-
Rolla und Balken lassen sich g̈nstig selber anfertigen und die
Scḧlerinnen und Scḧler k̈nnen Jonglierb̈lle im textilen Werken
«Bewegungspausen herstellen. Es gibt unz̈hlige M̈glichkeiten, Bewegung in den Un-
terricht einzubauen. Ein riesiger Mehraufwand entsteht dabei nicht.»
sind gut, so schlafen
wir nicht ein und Mehr Unruhe durch bewegten Unterricht?
C.S.: «Am Anfang braucht mehr Bewegung im Schulzimmer si-
sie machen Spass!»
cher eine ḧhere Toleranz seitens der Lehrperson und manchmal
auch etwas mehr Nerven, da es tats̈chlich meistens lauter wird.