Page 37 - Schulblatt Thurgau 02 2014
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LEHRPLAN 21 AUSGABE 7 · SCHULBLATT APRIL 2014







Frage & Antwort
Liebe Leserin 

Lieber Leser

S

Wie ist das Projekt Lehrplan 21 entstanden,
eit ich vor einem Jahr das erste Editorial verfasst habe, 
wie sah der Erarbeitungsprozess aus und wie geht
ist einiges passiert. «Zeit ist das am meisten Unsrige 

es nach der Konsultation weiter?
und doch am wenigsten Verf̈gbare», schreibt Hans
Die drei deutschsprachigen EDK-Regionalkonferenzen (NW EDK, Blumenberg, ein deutscher Philosoph. Wie recht er doch hat, 

EDK-Ost und BKZ) haben 2004 den Vorschlag, einen gemein- denn wer von uns beklagt nicht Zeitknappheit! M̈glicher- 
samen Lehrplan zu erarbeiten, zur Diskussion gestellt. Nachdem weise ẅre diese auch im Zusammenhang mit dem Lehrplan 
die Kantone positiv darauf reagiert hatten, konnten Ende 2006 21 im Thurgau entstanden, ḧtte nicht der Regierungs- 

die Arbeiten am Projekt Lehrplan 21 aufgenommen werden. Das rat im M̈rz 2014 entschieden, die Einf̈hrung um mindes- 
Projekt wurde in zwei Teile aufgeteilt: In einer ersten Phase wur- tens ein Jahr zu verschieben.

den die Grundlagen des Lehrplans 21 erarbeitet, diese wurden im 
Fr̈hling 2010 verabschiedet. In einer zweiten Phase haben die Im Wissen um ausreichend Zeit warten wir nun ab, bis das 

Fachbereichteams Entẅrfe der Fachbereichslehrpl̈ne erarbeitet. ̈berarbeitete, ausgereifte und politisch breit akzeptierte 
Im Sommer 2012 wurde die erste interne Version des Lehrplans 21 Produkt Lehrplan 21 den Kantonen ̈bergeben wird. Das 
an einem Lehrplanhearing den Kantonen, dem Lehrerverband bedeutet aber nicht, dass bis dahin die Vorarbeiten einge- 

und weiteren Institutionen pr̈sentiert und zur Diskussion gestellt. stellt werden sollten: Die Beurteilung zum Beispiel wird der 
Zudem fand wiederum in jedem Fachbereich ein Fachhearing Kanton weiter bearbeiten – ein wichtiges und arbeitsinten- 

statt. Von Juli bis Ende Dezember 2013 wurde die zweite Version sives Thema! Und auch in den Schulen sollte die Zeit f̈r 
der Lehrplanvorlage einer breiten Konsultation unterzogen.
den Ausbau des Fundaments zum kompetenzorientierten 

Unterricht weiter genutzt werden. Einige Ideen dazu finden 
Gesẗtzt auf den Auswertungsbericht der Konsultationsantwor- Sie im Schwerpunkt dieser Ausgabe.
ten hat die Projektleitung gemeinsam mit den Vertretungen der 

Kantone, des Dachverbands Schweizerischer Lehrerinnen und Was der neue Fahrplan im Detail f̈r die einzelnen Arbeiten 
Lehrer (LCH) und des Verbands Schulleiterinnen und Schullei- und die damit verbundenen Zeitpl̈ne bedeutet, erarbeite ich 

ter Schweiz sowie den Mitgliedern des Fachbeirats Vorschl̈ge im Moment neu und koordiniere es mit den verschiedenen 
zur ̈berarbeitung des Lehrplans 21 ausgearbeitet. ̈ber diese Anspr̈chen. Dieser Zwischenhalt bietet die wohl einmalige 

Vorschl̈ge wird die Steuergruppe des Projekts Ende M̈rz 2014 Chance, in einem so komplexen Projekt inne zu halten und 
entscheiden. Dann wird auch abgescḧtzt werden k̈nnen, ob mit den Lehrpersonen, den Schulleiterinnen und Schullei- 
die ̈berarbeitung im Rahmen der aktuellen Projektplanung bis tern, den Beḧrden und der P̈dagogischen Hochschule 

Ende 2014 m̈glich ist oder ob es allf̈llige Anpassungen am Thurgau bisherige und k̈nftige Prozesse zu reflektieren.
Zeitplan braucht. Im April 2014 wird die ̈ffentlichkeit ̈ber die 

geplanten ̈berarbeitungsschritte informiert, und der Auswer- Sandra Bachmann,
tungsbericht wird auf der Projekt-Website ver̈ffentlicht.
Gesamtprojektleiterin Einf̈hrung Lehrplan 21 im Thurgau


Weitere Fragen und Antworten finden Sie auf 
www.schuletg.ch > Lehrplan 21 im Thurgau > FAQ





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