Page 36 - Schulblatt Thurgau 02 2014
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LEHRPLAN 21 AUSGABE 7 · SCHULBLATT APRIL 2014




̀ jour
Einf̈hrung Thurgau






̈nderung der Weiterbildung f̈r Schulleiterinnen Kompetenzorientierte und unterrichtsbezogene 
und Schulleiter
Personalf̈hrung
Im Zusammenhang mit Verschiebung der Einf̈hrung des Unter diesem Titel bot die von rund 100 Schulleiterinnen und 

Lehrplans 21 im Kanton Thurgau m̈ssen s̈mtliche Projekt- Schulleiter besuchte Tagung am 19. M̈rz 2014 verschiedene 
pl̈ne angepasst und neu koordiniert werden. Dies betrifft Referate, einen Erfahrungsbericht und moderierte Verarbeitungs- 

auch die bereits angek̈ndigte Weiterbildung f̈r Schulleite- runden zum Transfer in den F̈hrungsalltag an. Prof. Dr. Elisabeth 
rinnen und Schulleiter im Jahr 2014. Der 26. August sollte Steger, PHSG, breitete die Gelingensbedingungen zur Entwick- 

weiterhin ganztags freigehalten werden, die Arbeitstage vom lungsteuerung von Lehrpersonen aus. Wird die Personalentwick- 
14./15. November hingegen entfallen. Sobald die einzelnen lung als K̈nigsdisziplin angesehen, so ist deren strategische 
Bausteine der Schulleitungsweiterbildung gelegt sind, wer- Verankerung zentral. Als sehr wirksames, aber noch wenig syste- 

den sie kommuniziert.
matisch genutztes Personalentwicklungsinstrument identifizierte 
sie die p̈dagogische Zusammenarbeit, welche auch f̈r Schul- 

Kursangebot f̈r Schulbeḧrden
leitungen entlastend wirkt. Die Volksschulgemeinde Aadorf gab 
Vor allem f̈r Schulbeḧrden, aber auch f̈r Schulleiterinnen Einblicke in ihr konsolidiertes Projekt ZentrUM (=scḧlerzentrierte 
und Schulleiter steht in den Jahren 2014 und 2015 schwer- Unterrichtsmethoden). Am Nachmittag beleuchtete Prof. Dr. Bar- 

punktm̈ssig das Weiterbildungsangebot «Fit f̈r die Umset- bara Sieber, PH FHNW, das strategische Kompetenzmanagement 
zung des Lehrplans 21» bereit.
an der Schnittstelle zwischen Person und Institution. Kompetenzen 

f̈r die eigene Schule zu nutzen heisst vor allem, die vorhandenen 
Kursdaten und Anmeldung:
Potenziale sichtbar zu machen und gezielt darauf zur̈ckzugreifen. 

www.weiterbildung.tg.ch
Das Kernteam Lehrplan 21 erarbeitet aktuell Einscḧtzungsinstru- 
mente f̈r eine solche Standortbestimmung. Sie lassen Selbst- 
Neben dargebotenen Grundlagen und Rahmenbedingungen und Fremdeinscḧtzungen rund um den kompetenzorientierten 

gibt es Raum f̈r eigene Aktiviẗten in Richtung Umsetzungs- Unterricht und die dazu ben̈tigten Rahmenbedingungen zu.
planung und den Austausch unter den Teilnehmenden.

Unterlagen zur Tagung:
www.av.tg.ch > Themen/Dokumente > Veranstaltungen


Glossar
«Die Thementagung war eine gute Sache»
Von den 411 angeschriebenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern 

der Thementagung «Kompetenzen beschreiben: Kompetenzmo- 
delle» vom 8. Januar 2014 in Berg haben 247 Personen via On- 

Gestaltete Lernumgebungen
line-Umfrage eine R̈ckmeldung zum Einstiegsreferat und zu den 
Lernumgebungen und Unterrichtseinheiten bestehen aus einem Workshops abgegeben. Das entspricht einem guten R̈cklauf von 

strukturierten Angebot an fachbedeutsamen Themen, Aufgaben, 60.1 %. Das Referat von Dr. Ueli Halbheer, PHTG, wurde sehr kon- 
Gegensẗnden, Materialien, Methoden und Arbeitstechniken, So- trovers beurteilt. Die Einscḧtzungen reichten von «kurzweilig, gut, 
zialformen und Interaktionsmustern in Abstimmung mit daran zu informativ» bis «langweilig, kompliziert, unversẗndlich». Die Work- 

erwerbenden Kompetenzen. Sie bauen auf dem Vorwissen der shops hingegen erhielten ̈berwiegend gute bis sehr gute Noten. 
Scḧlerinnen und Scḧler auf. Sie sind demnach inhaltlich wie auch Rege genutzt wurde zudem die M̈glichkeit der offenen Rubrik 

in der didaktischen und methodischen Umsetzung auf den aktuellen «Was ich sonst noch sagen wollte.». Die R̈ckmeldung werden 
Lernstand der Scḧlerinnen und Scḧler abgestimmt. Die Lernenden in die Planung der Tagungen 2015 («Kompetenzen sichtbar ma- 

erhalten dadurch die Gelegenheit, entsprechend ihren M̈glichkeiten chen: Aufgabenkultur») und 2016 («Kompetenzen einscḧtzen: 
optimal vom Arrangement der Lernumgebung zu profitieren. Idea- Lernprozesse und Lernleistungen beurteilen») einfliessen.
lerweise bieten gestaltete Lernumgebungen mannigfaltige durch 

Lehrpersonen und Lehrmittel untersẗtzte Lerngelegenheiten, ein- 
zelne oder verschiedene Facetten einer Kompetenz zu erwerben, 

zu festigen und in Anwendungssituationen zu nutzen. Durch ihre 
Aus dem Kernteam
Ausrichtung auf die aktive Auseinandersetzung mit Gegensẗnden 
«Der LP 21 ist mit seiner Ausrichtung der Kompetenzorientierung 
und Aufgaben, werden bei Scḧlerinnen und Scḧlern vielf̈ltige 
rezeptive und gestalterische Arbeits- und Denkprozesse angeregt.
die Grundlage unseres zuk̈nftigen Unterrichts. Das bedeutet,
dass die Unterrichtsentwicklung mit all ihren Facetten das zentrale 

Aus: «Einleitung, Lern- und Unterrichtsversẗndnis», Lehrplan 21
Thema der n̈chsten Jahre sein wird. Dagegen kann man sich weh- 
ren oder mitmachen, ich habe mich f̈r das Zweite entschieden!»


Erscheinungsweise/Inhalte: Auf den Lehrplan 21-Doppelseiten wird alle zwei Monate 
̈ber gesamtschweizerische und thurgauische Entwicklungen informiert. Die Leser erhalten Christoph Goetsch,
Schulleiter Sekundarschule ̈gelsee,
Einblicke in die Arbeiten der Projektorganisation (v.a. des Kernteams), wissenswerte Hin- SSG Rickenbach-Wilen, Mitglied Kernteam
tergrundinformationen, Antworten auf die ḧufigsten Fragen (FAQ’s) und aktuelle Hinweise. 
Redaktion: Sandra Bachmann, AV, sandra.bachmann@tg.ch, 058 345 58 10




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